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Mitteldeutsche Zeitung 06.10.2018

Zum Auftakt des Jubiläums-Wochenendes gaben die "Roßbacher Musikanten" Freitagabend im Festzelt ein erstes Konzert. (Foto: Peter Wölk)

Zum Auftakt des Jubiläums-Wochenendes gaben die "Roßbacher Musikanten" Freitagabend im Festzelt ein erstes Konzert. (Foto: Peter Wölk)

Das Blasmusik-Dorf

VEREIN

Die ,, Roßbacher Musikanten" feiern 55-jähriges Bestehen mit einem Festwochenende. Hier wird das Hobby noch an die nächste Generation vererbt.

VON DIANA DÜNSCHEL

ROSSBACH/MZ-Manfred Werner ist ein Urgestein. Von Anfang an spielt der heute 67-Jährige bei den „Roßbacher Musikanten“. Und das sind mittlerweile 55 Jahre. Deshalb gibt es für den Leihaer und seine Mitstreiter an diesem Wochenende viel zu tun. Im 450 Besucher fassenden Festzelt auf dem Sportplatz in Roßbach wird groß gefeiert. Zwei Tage lang stehen dabei die „Roßbacher Musikanten“ selbst im Mittelpunkt, geben beispielsweise Sonntag ab 10 Uhr ein Konzert zur besten Frühschoppenzeit. Nur am Samstagabend können sich die Hausherren zurücklehnen und selber mitfeiern, denn dann haben sie sich ab 20 Uhr die Blaskapelle „Stribrnanka“ aus Südmähren zur Unterhaltung eingeladen.

Manfred Werner kann sich noch gut erinnern, wie aus dem einstigen Fanfarenzug das Orchester mit anfangs acht Mann wurde. „Dann wurde es immer größer.“ Wenn er damals und heute vergleicht, mach für ihn den wesentlichen Unterschied die bessere Qualität aus.

„Unser Leiter Lars Seemann ist immer hinterher, neue Noten zu beschaffen“ sagt er. Das Geheimnis des Erfolgs sei die Mischung. Und so darf für ihn persönlich für ein gelungenes Konzert ein zünftiger Marsch zwar nicht fehlen. Aber auch „Let´s rock“ finde er gut.

Zurücklehnen könne er sich trotz aller Erfahrung nicht, so der Leihaer. „Ich muss immer noch üben wie jeder Bläser.“ Aber das mache Spaß und er brauche Beschäftigung, sei ja inzwischen Rentner.

Und was ist für ihn der schönste Lohn? „Wenn die Leute sagen, das habt ihr schön gemacht, und klatschen. Das freut einen.“

Bei Heimauftritten wie an diesem Wochenende sei man natürlich besonders aufgeregt, gibt der 67 Jährige noch zu. Aber Lampenfieber verspüre er immer.

Das der Leihaer längst mit seinem Sohn bei den „Roßbacher Musikanten“ gemeinsam musiziert, ist bei dem Ensemble die Regel. Hier wird das Hobby quasi von Generation zu Generation vererbt. Auch die jüngsten Mitstreiter- die 14-jährige Vanessa Jacobi, der 13-jährige Toni Berger und der achtjährige Marc Seemann – haben Familienmitglieder unter den Musikern. Vanessa zum Beispiel ist seit 5 Jahren mit von der Partie. „Es ist schön hier. Und mein Papa ist mit dabei“, sagt sie. Sie sei gerne ein Teil dieser Roßbacher Tradition. Vereinsmitglied Antje Tribulowski erzählt, dass die Vorbereitungen auf das Jubiläum seit anderthalb Jahren laufen. Denn da gehe es um Verträge und Anmeldungen, die Infrastruktur und die Versorgung.

Doch schon die sehr guten Kartenverkäufetten gezeigt, dass sich das lohnte.

Foto Peter Wölk

Foto Peter Wölk

Menfred Werner (2.v.l.) ist von Anfang an bei den "Roßbacher Musikanten"dabei.

Toni Berger, Marc Seemann und Vanessa Jacobi sind die jüngsten Neuzugänge.

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